Parsifal (Amfortas), Wiener Staatsoper, 8 April 2004

Dirigent
Conductor
Donald Runnicles
Inszenierung
Director
Christine Mielitz

Amfortas Thomas Quasthoff
Gurnemanz Robert Holl
Parsifal Johan Botha
Kundry Angela Denoke
Klingsor Wolfgang Bankl

WEB.DE (9-4-2004)

"Parsifal" in Wien: Verlorene Utopien und wenig Pathos

Für den Bariton Thomas Quasthoff wurde sein Debüt am Wiener Haus zu einem grandiosen Erfolg: Sein Amfortas ist ein zutiefst erschütterter, erschütternder gefallener König, der an der Welt leidet und sich nach der Erlösung durch den Tod sehnt.

Tiroler Tageszeitung (9-4-2004)
Georg Leyrer

Mielitz' "Parsifal" erliegt präventiv der Konterrevolution

Lange im Gedächtnis bleiben wird Thomas Quasthoff als tief verwundeter Amfortas, stimmlich und in der Spannung zwischen Heldenverklärung und Handicap eine unwiederholbare Idealbesetzung.

Die Presse (9-4-2004)
Wilhelm Sinkovicz

Das letzte Gefecht der Gralsritter

Einigkeit herrscht über die vokale Qualität dieser Premiere. Mit der Besetzung war die Staatsoper ein Wagnis eingegangen. Würde es nicht zu früh für Angela Denoke sein, die Kundry zu singen? Würde Robert Holl Kraft genug haben, den Gurnemanz durchzustehen? Würde Thomas Quasthoff den Anforderungen des Amfortas trotzen?

[...]

Thomas Quasthoff bietet bei seinem Staatsopern-Debüt eine vokal wie darstellerisch grandiose Studie der Leiden des Amfortas. Mielitz macht ihn trotz - oder gerade wegen seiner Behinderung zur aktiven Zentralfigur. Wie er während der Verwandlungsmusik mit riesiger Gralskrone auf dem Haupt wie König Lear über die Heide wandelt, verloren, jeglicher Hoffnung beraubt, ist ein Theater-Bild von singulärer Kraft.

Hannoversche Allgemeine Zeitung (9-4-2004)
Rainer Wagner

Siegreicher Leidensmann

Der hannoversche Bariton Thomas Quasthoff hat als Amfortas einen spektakulären Erfolg im neuen Wiener "Parsifal".

Drei Interpreten standen im Zentrum des Interesses: Johan Botha, der zum ersten Mal die Titelrolle sang, Angela Denoke, die als Kundry debütierte. Und Thomas Quasthoff, der nicht nur erstmals den Amfortas sang, sondern damit seine erste große Rolle auf der Opernbühne verkörperte. Zwar trat er schon vor einem Jahr in Salzburg als Minister in Beethovens "Fidelio" auf, doch diese kleine Rolle ist kaum mehr als eine tönende Postkarte, die gute Nachricht bringt.

Dass Quasthoff eine der schönsten Baritonstimmen der Gegenwart besitzt, ist bekannt. Ob diese Stimme für den Amfortas reicht, der in traditionellen Stimmfachregistern als Heldenbariton verbucht wird, musste Vokalexperten interessieren. Noch spannender war die Frage, wie gehen der Sänger und die Regie und wir Zuschauer mit Quasthoffs Behinderung um. Der in Hannover lebende Sänger ist ein Opfer der "Contergan"-Affäre, das bedeutet, er hat verkürzte Beine, die ihm einen schwankenden Gang verleihen. Und er hat verstümmelte Arme und Hände. Das in einer Branche, in der es schon als karriereschädlich gilt, wenn jemand nur Napoleon-Größe hat. (Dass sichtbares Übergewicht nicht so schwer wiegt, zeigte an diesem Abend allerdings Johan Botha in der Titelrolle.)

Wie kann man nun diese Körperlichkeit einsetzen, ohne dass es peinlich, plakativ wirkt? Zumal Quasthoff selbst immer betont hat, er wolle nie den verkrüppelten Rigoletto singen – und so sein persönliches Schicksal karrierefördernd ausnutzen.

In Wien gelingt ihm jetzt das Kunststück, mit dem Handicap auf eine Weise zu spielen, die der Bühnenrealität eine verstörende Tiefe verleiht. Der Gralskönig Amfortas ist seit seinem Sündenfall mit einer unheilbaren Wunde geschlagen. Mielitz und ihr Ausstatter Stefan Mayer verlegen diese Wunde in den Bereich von Quasthoffs Armen, wodurch das sichtbare Anderssein des Künstlers wie selbstverständlich wirkt. Noch wichtiger aber ist, wie Quasthoff das Leid(en) in Musik umsetzt. Man musste nur die Augen schließen, um zu erfahren, wie nahe Quasthoff hier der musikalischen Wahrhaftigkeit kommt.

Selten hat man so mitgefühlt mit dem Gralskönig. Und selten Parsifal so sehr als eher tumben, denn reinen Toren empfunden. Was allerdings auch ein bisschen an Botha lag, der sich sehr geradlinig, wenn auch strahlkräftig durch die Partie sang. Und sich tapfer auf ein paar Bodenturnübungen einließ, die ihm die Regie verschrieben hatte.

Die Welt (10-4-2004)
Ulrich Weinzierl

Thomas Quasthoff ist "Amfortas, die Wunde"

Wahrhaft außerordentlich an dieser Produktion ist freilich der Amfortas. Bereits im Vorfeld der Premiere hatte sich die mediale Aufmerksamkeit völlig auf Thomas Quasthoff konzentriert. Wie würde der von Contergan gezeichnete, zweifache Grammy-Preisträger seinen ersten großen Bühnenauftritt bewältigen? Quasthoffs Devise, "Mit schönem Singen allein rührt man Menschen nicht - man muss auch schon etwas zu sagen und zu wagen haben", hat sich triumphal bewährt. Seine Schwerstbehinderung wird zur Chiffre allgemeinmenschlicher Versehrtheit schlechthin. Quasthoffs Amfortas ist durch Leiden wissend geworden, sein ungemein nuancenreicher, farbiger, wortdeutlicher Bariton erzählt jeden Moment vom Schmerz, zugleich aber von der Passion der Kunst, die ihn für Augenblicke des Glücks vergessen macht.

Der Standard (10-4-2004)
Ljubisa Tosic

Ein Koitus der Erkenntnis

Und Thomas Quasthoff ist als Amfortas eine Art singende Wunde. Zwischen den Rittern von der siechenden Gestalt ist er der Inbegriff der Todessehnsucht, der sich im Sarg des Vaters verkriecht. Parsifal, den noch Ahnungslosen, blickt er flehend-streng in die Augen. Ein starker Moment, ein starker Sänger. Quasthoff verleugnet nicht den Liedsänger. Allerdings führt er sein delikates Timbre gerne in die Sphäre des Dramatischen, wenngleich er damit nicht immer hörbar ist. Außer er singt frontal zum Publikum.

Neue Zürcher Zeitung (10-4-2004)
Marianne Zelger-Vogt

Männerbund in Auflösung

Ohnehin ist für Mielitz die zentrale Figur Amfortas, ein "Gezeichneter" wie der endlos über die Meere irrende Holländer (gleich diesem trägt er ein Brandmal im Gesicht). Thomas Quasthoff, der hier - nach dem Minister in Beethovens "Fidelio" bei den letztjährigen Salzburger Osterfestspielen - seine zweite Bühnenrolle übernommen hat, mag für das grosse Haus nicht immer über genügend Stimmvolumen verfügen, doch wie der grosse Liedersänger die Rolle des Leidenden, körperlich Versehrten ausformt und sprachlich und ausdrucksmässig durchdringt, das sucht im Wiener "Parsifal"-Ensemble seinesgleichen.

Kurier (10-4-2004)
Gert Korentschnig

Kundrys betörende Himmelfahrt

Wie Thomas Quasthoff im dritten Aufzug nach dem Karfreitagszauber über die Bühne marschiert, einsam, den Tod herbeisehnend, eine viel zu große goldene Krone aus besseren Zeiten auf dem Kopf - allein für diese Szene würde sich der fünfeinhalbstündige "Parsifal"-Aufwand lohnen. Allein sie rechtfertigt eine Neuinszenierung des Bühnenweihfestspiels von Richard Wagner. Diese zwei Minuten zählen zum Berührendsten, was man in der Wiener Staatsoper seit langem gesehen hat.

[...]

Phänomenal agiert das wortdeutliche Sängerensemble, angeführt vom gehandicapten Ausnahmekönner Quasthoff, dessen Engagement als Amfortas (den er makellos, klug gestaltend, elegant phrasierend, wie an einem Liederabend agierend bewältigt) ein Glücksfall ist.

Salzburger Nachrichten (10-4-2004)
Derek Weberwien

Parsifal bleibt ratlos

Unter den Solisten war das Hauptaugenmerk auf den Bariton Thomas Quasthoff als Amfortas gerichtet. Der kleinwüchsige Sänger hatte erst ein Mal in einer Opernproduktion mitgewirkt: im Salzburger Oster-"Fidelio" 2003. Sein Amfortas war - auch wenn es ihm zuweilen an Durchschlagskraft zu fehlen schien - eine am Liedausdruck geschulte Klasse für sich. Mielitz hat ihm mit viel Sensibilität ein eigenes Profil verliehen und ihm eine der berührendsten Szenen auf den Leib inszeniert, als er mit einer Riesenkrone allein über die Bühne irrt.

Welt am Sonntag (11-4-2004)
Axel Brüggemann

Kein Mitleid für den Sänger !

Wegen seiner Behinderung hat er lange nur Lieder gesungen. Jetzt triumphiert Thomas Quasthoff mit "Parsifal" auf der Opernbühne

Die Bühne der Wiener Staatsoper ist groß. Sehr groß. Und der längste Weg, den man auf ihr gehen kann, führt von hinten rechts nach vorne links. Der Karfreitagszauber ist verklungen, die Szene liegt dunkel da. In der hinteren Bühnenecke sucht ein Scheinwerfer den kranken König Amfortas. Seit der Heilige Speer ihm eine Wunde gerissen hat, leidet er unter der Falschheit der Welt. Amfortas hütet den Gral, wünscht sich zu sterben und sehnt sich nach einem Erlöser. Parsifal soll aus Mitleid erkennen, dass er Amfortas' Amt übernehmen muss. Im dritten Aufzug tritt der König von Montsalvat noch einmal auf, um endgültig abzutreten. Er ist einen Meter und 31 Zenitmeter klein, hat sieben Finger und trägt eine lächerlich große Krone. Jeder seiner kurzen Schritte scheint ihn auf seinem langen Weg zu quälen. Und an der Rampe schlägt der einsame Herrscher seinen Kopf an die Bühnenwand. Hohle Akkorde (Donald Runnicles dirigiert mit intelligenter Sinnlichkeit) aus dem Orchester. Dann erst beginnt Thomas Quasthoff zu singen: strömend statt leidend. Schön statt sterbend. Kein Interview, in dem der 44-jährige Bass-Bariton nicht erklärt, dass er keinen Mitleidsbonus will. Dass er kein behinderter Sänger, sondern ein Sänger mit Behinderung sei. Und tatsächlich: Auf der Wiener Opernbühne hat man plötzlich gar kein Mitleid mehr mit ihm.

Thomas Quasthoff wurde 1959 in Hildesheim geboren. Als seine Mutter an Schlafstörungen litt, wurde ihr das Mittel Contergan verordnet, das bei ihrem Jungen zu Missbildungen führte. Mit 13 nahm er Gesangsunterricht, arbeitete als Sparkassenangestellter und wurde an der Musikhochschule in Hannover abgewiesen - weil er mit seinen Fingern nicht Klavier spielen konnte. Heute ist er Gesangsdozent in Detmold (demnächst an der Berliner Hanns-Eisler-Schule) - und einer der gefeiertsten Liedsänger der Welt. Gerade hat er den zweiten Grammy bekommen. Aber erst letztes Jahr wagte er bei den Salzburger Osterfestspielen den Sprung auf die Operbühne. Dabei versteckte ihn Regisseur Nikolaus Lehnhoff als Minister in Beethovens "Fidelio" etwas unbeholfen hinter den Chormassen. Die Wiener "Parsifal"-Regisseurin Christine Mielitz ist da nicht so zimperlich. Sie rückt den Bariton in den Mittelpunkt und geht das große Risiko ein, dass ihre Inszenierung in späteren Aufführungen ohne den Stimmstar nur schwer funktionieren wird. Außerdem zeigt sich ziemlich schnell, dass die Amfortas-Figur nicht die gesamte Oper trägt. Mielitz versucht sich zu retten, indem sie andere Ideenstränge spinnt, aber keinen auflöst. Sie zeigt den Gralshüter Gurnemanz (profund und langweilig: Robert Holl) als Chef einer schlagenden Verbindung, die Verführerin Kundry als mal verschleiertes, dann barbusiges Sex-Symbol (ausdrucksstark: Angela Denoke). Und Parsifal (Johan Bohta mit stählernem Tenor) bleibt charakterlos, zehrt allein von seinen Begegnungen mit Amfortas. Es ist eine der stärksten Szenen, wenn er dessen Leid erkennt, "durch Mitleid wissend" wird und der starke Tenor den kleinen König umarmt. Überhaupt stehen die Amfortas-Auftritte wie Ruhepole in Mielitz' Ideen-Sammelsurium. Mal wird er mit einem Fahrstuhl aus dem Schnürboden auf die Bühne gefahren, dann flüchtet er sich in den Sarg seines Vaters oder schreitet verloren über die große Bühne. Dabei zwingt die Regisseurin Quasthoff, seine Behinderung zu überhöhen und beweist, dass die Illusions-Maschinerie Bühne selbst die Wirklichkeit als Illusion erscheinen lassen kann - und damit das Echte als gleichberechtigten Teil neben das Inszenierte stellt. Sein und Schein: Alles wird Kunst. Und darum geht es auch, wenn Mielitz zur Enthüllung des Grals die Bühnenkulissen abräumen lässt. Das Theater wird als Ort des Glaubens und des Brimboriums entzaubert. Quasthoffs Amfortas ist dabei immer Amfortas, nie Quasthoff. Der liedgeschulte Bariton schert sich nicht um die Tragkräftigkeit seiner Stimme, wenn er leise und eindringlich singen will. Schließlich lässt er danach wieder pure Schönheit strömen. Eine Stimm- Schönheit, die Quasthoffs letzte CD, das abenteuerliche Best-Of- Deutsches-Lied-Album "A Romantic songbook" etwas unnahbar gemacht hat. Nun, auf der Opernbühne, ist er anders: Sein Timbre ist ruppiger, körniger, schauspielernder. Er läuft nicht Gefahr, wie einst Lied-Kollege Fischer-Dieskau auf der Bühne aseptisch zu wirken, sondern bleibt authentisch und nutzt bewusst die Spannungen zwischen Hässlichkeit und Schönheit. Im Vokalen wie im Schauspielerischen. Quasthoff beherrscht beide Ebenen als Mittel der Oper. Seine früheren Zweifel dürften mit diesem "Parsifal" verflogen sein. Lange sagte der Bariton, dass er nie Verdis Opernkrüppel Rigoletto singen würde. Die Figur war ihm zu nahe. Mit Amfortas hat Quasthoff nun gezeigt, dass er - wie alle anderen Sänger auch - eine autonome Kunstfigur aus sich selbst entwickeln kann. Wir warten auf seinen Scarpia, auf seinen Wolfram oder - warum nicht? - auf Rigoletto.

Financial Times (12-4-2004)
Shirley Apthorp

Music: Parsifal

The coup was Thomas Quasthoff's Amfortas. That this, so well into in his career, is his first big stage role seems absurd. True, he is still a lieder singer, each word beautifully enunciated, every note coloured. Very controlled.

It is not a particularly loud voice. But the man can act, and tear you with him every step of the way; the instant he appears on stage, you will believe whatever he wants you to believe about him. More, please.

Wiener Zeitung (13-4-2004)
Edwin Baumgartner

Berührendes Hohelied des Mitleids

Amfortas, mit glühender Intensität dargestellt von Thomas Quasthoff, leidet an einer seelischen wie körperlichen Verletzung. Quasthoff zeichnet ein erschütterndes Bild eines zerrütteten, aufbegehrenden, verzweifelten Menschen, der nicht einmal er selbst sein darf, sondern als keineswegs überzeugter Erfüllungsgehilfe seines Vaters Titurel (Walter Fink mit höchster Expressivität) agieren muss. Wenn Amfortas am Ende des ersten Aktes Auge in Auge dem hilflosen Parsifal gegenübersteht und dann wie vom Blitz getroffen niederbricht, ist das einer der großen Momente dieses Abends.

[...]

Nochmals setzt Christine Mielitz das Leiden des Amfortas in Szene: Quasthoffs Intensität lässt den Atem stocken und schnürt die Kehle zu. Der Gral wird enthüllt: Das Kultgefäß ist zerbrochen. Enden die Rituale? Ist das die Erlösung? - Wenn ja: Erlösung für wie lange? Und wird es auch dann wieder einen Retter geben?

Neues Deutschland (14-4-2004)
Roberto Becker

Was ist schon der Gral?

So weit geht die Mielitz zwar nicht, aber die Interpretation des Amfortas durch den Contergan-gehandicapten Bariton Thomas Quasthoff verleiht der Figur nicht nur stimmliche, liedhaft das Leiden erzählende Dimension, sondern auch eine beispiellose körperliche Dimension. Unbefangen, nichts versteckend. Vor der letzten Gralsenthüllung erfährt man, warum er sie mit allen Mitteln verhindern will. Man muss nur sehen, wie er sich über die leere Bühne schleppt, die übergroße Krone auf dem Kopf, und wie er sich dann im Sarg seines letztlich durch ihn zu Tode gekommenen Vaters Titurel verkriecht!

Le Figaro (15-4-2004)
Christian Merlin

Métaphysique et marivaudage

L'événement était l'Amfortas de Thomas Quasthoff, son premier grand rôle à la scène. Mielitz le dirige remarquablement: ne se contentant pas de le laisser étendu dans sa civière, elle lui permet de jouer au maximum de ses possibilités physiques, faisant de lui un stigmatisé qui rêve de mort autant que de rédemption. Sa composition est bouleversante, tout comme l'est son chant subtil et noble, pris en défaut seulement dans le registre héroïque.

Opéra Internationial (May 2004)
Monique Barichella

Si la fin ouverte du dernier acte nous laisse insatisfaits, il comporte quelques images bouleversantes: l'Amforts de Thomas Quasthoff, souverain déchu et sans pouvair, traversant la scène coiffé d'une couronne aussi dérisoire que démesurée, puis sauvé par Kundry le prenant maternellement dans ses bras quand les chevaliers s'apprêtent à le transpercer de leur épée. Dans un désert post-atomique, Parsifal (irradié?) brûlé à vif, rejoint "La Souffrance" absolue du corps mutilé d'Amfortas incarné avec une incroyable vérité par un Quasthoff vocalement souverain, balayant toutes les réserves qu'on formulait a priori.

Opera (July 2004)
Christopher Norton-Welsh

An excellent cast had been assembled, many singing their roles for the first time. Thomas Quasthoff's Staatsoper debut as Amfortas naturally attracted special interest, and it is a pleasure to report a complete success. His handicap was in many ways an asset, pointing up his suffering and loneliness, and his understanding and painting of the words was superb.

Opera News (July 2004)
Larry L. Lash

In his first major stage assignment in Vienna - he has previously sung Don Fernando in the 2003 Salzburg Easter Festival Fidelio - lieder-singer Thomas Quasthoff proved that his powers of communication penetrate even deeper in a sustained role. He offered a riveting Amfortas, singing with his customary elegance, perfectly conveying the wounded knight’s anguish. A few of the highest sustained notes lacked power, but not enough to diminish a triumphant debut.