Künstlerische Biografie

Thomas Quasthoff kann als einer der bemerkenswertesten Sänger seiner Zeit bezeichnet werden. Seine Laufbahn führt ihn zu den renommiertesten Orchestern der Welt, wo er mit bedeutenden Dirigenten wie Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Sir Colin Davis, Bernard Haitink, Mariss Janssons, Kurt Masur, Seiji Ozawa, Sir Simon Rattle, Helmuth Rilling, Christian Thielemann und Franz Welser-Möst zusammenarbeitet.

In Europa konzertierte Thomas Quasthoff u.a. mit den Berliner und Wiener Philharmonikern, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem London Symphony Orchestra, dem Orchestra of the Age of Enlightenment, dem Freiburger Barockorchester und dem Chamber Orchestra of Europe. Er ist auf allen wichtigen Podien zu hören, wie z.B. dem Konzerthaus und dem Musikverein in Wien, dem Konzerthaus und der Philharmonie in Berlin, dem Concertgebouw Amsterdam, München, London, Paris, Rom und Madrid und bei den Festivals in Salzburg, Edinburgh, Luzern, Schubertiade Schwarzenberg, Schwetzingen und Schleswig-Holstein.

Sein Debüt beim Oregon-Bach Festival 1995 legte den Grundstein für Thomas Quasthoffs steile Karriere in den USA. Er tritt dort regelmäßig mit den Sinfonieorchestern in Boston, Chicago, Cleveland, Pittsburgh und New York auf und ist regelmäßig zu Gast bei den renommierten amerikanischen Festivals wie dem Ravinia Festival, Tanglewood und Mostly Mozart. Sein gefeiertes New Yorker Liederabenddebüt gab er im Januar 1999 mit Schuberts Winterreise, eine Liederabendtournee führte ihn im März 2002 nach Boston, Washington, St. Paul und San Francisco. Im Oktober 2001 eröffnete er als Solist der Berliner Philharmoniker unter Claudio Abbado die Saison der Carnegie Hall.

In der Saison 2001/02 war Thomas Quasthoff viermal zu Gast bei den Berliner Philharmonikern, sowohl mit Claudio Abbado als auch mit Sir Simon Rattle, einschließlich eines Gastspiels bei den Salzburger Osterfestspielen im März 2002. Sein Operndebüt als Minister in Fidelio mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle bei den Salzburger Osterfestspielen ein Jahr später wurde in ganz Europa vom Fernsehen übertragen und für EMI aufgenommen. Künftige Einladungen umfassen unter anderem Konzerte mit dem New York Philharmonic Orchestra, den Berliner und Wiener Philharmonikern sowie Liederabende in Brüssel, Wien, Paris, Mailand, Florenz und London. Zwei größere Projekte mit Thomas Quasthoff im Mittelpunkt finden im Concertgebouw Amsterdam und beim Lucerne Festival statt. Im Frühjahr 2004 debütiert er als Amfortas in Wagners Parsifal an der Wiener Staatsoper und im August 2004 ist er erstmal mit einem Liederabend bei den Salzburger Festspielen zu hören.

Thomas Quasthoff hat seit 1999 einen Exklusivvertrag mit der Deutschen Grammophon Gesellschaft. Seine erste CD für DG mit Mahlers Wunderhorn-Lieder (mit Anne Sofie von Otter) unter Claudio Abbado wurde mit dem GRAMMY ausgezeichnet. Eine weitere Einspielung mit Liedern von Brahms und Liszt (Pianist: Justus Zeyen) wurde 2001 für den GRAMMY nominiert. Des weiteren erschienen eine Einspielung von Schuberts Schwanengesang und Brahms Vier Ernste Gesänge, deutsche Opernarien mit Christian Thielemann und orchestrierte Schubert-Lieder mit dem Chamber Orchestra of Europe und Claudio Abbado. Frühere CD- Aufnahmen erschienen u.a. bei Hänssler, EMI-Electrola, Philips und BMG, wovon besonders seine Interpretation der Winterreise bei BMG (Pianist: Charles Spencer) hervorzuheben ist. Seine Aufnahme von Mozart-Arien mit dem Württembergischen Kammerorchester bei BMG wurde sowohl mit dem DIAPASON D'OR als auch mit dem ECHO-Preis 1998 ausgezeichnet.

Seine Gesangsausbildung erhielt der Künstler bei Prof. Charlotte Lehmann und Prof. Dr. Ernst Huber-Contwig in Hannover. Er erhielt zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen - darunter den Ersten Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München (1988), den Schostakowitsch-Preis in Moskau (1996) und den Hamada Trust/Scotsman Festival Prize (Edinburgh International Festival 1996). Seit 1996 hat Thomas Quasthoff eine Professur an der Musikhochschule in Detmold, wo er sich intensiv dem Sängernachwuchs widmet. Seit dem Jahr 2003 hat er die Schirmherrschaft über die Stiftung Kinder von Tschernobyl des Landes Niedersachsen übernommen.

Dezember, 2003


Last updated: 24 August 2004